Der TVP radelt im Saarland

Im Juni und Juli ist für die Radwanderer des Turnvereins die Zeit für ihren viertägigen Ausflug.

Am Donnerstag, dem 25. Juni fuhren 22 Turnerinnen und Turner mit dem Bus und gut im Anhänger verstauten Rädern in Karlsruhe über den Rhein Richtung Saarland.

Mit dabei war auch wieder Kurt Fritz, der von allen freudig begrüßt wurde. Kurt, von klein auf mit den TVP verbunden, ist ein fester Bestandteil dieser Radgruppe und ein treuer Helfer bei allen Festen, obwohl er seit Jahrzehnten in Bühl-Weitenung lebt. Fit auf dem Rad und auch am Abend ist er den deutlich jüngeren Mitradlern immer ein Vorbild.

In der pfälzischen Schuhmetropole Pirmasens endende die Busfahrt. Die Stadt hatte früher 800 Schuhfabriken und die meisten sind inzwischen stillgelegt. In einem großen ehemaligen Fabrikgebäude ist das „Dynamikum“ untergebracht, ein Museum in dem Physik begreifbar wird. Spielend und staunend bewegten wir uns durch die Hallen. Nach einem Stadtrundgang mit Mittagspause bestiegen wir unsere Velos und es ging nach Bexbach. Im Hotel Krone warteten unsere Zimmer, das Abendbüfett und ein schöner Biergarten auf uns.

Der zweite Tag wurde zu einer echten Herausforderung. Bei hohen Temperaturen und Gegenwind ging es erst durch eine hügelige Waldlandschaft, dann entlang der Saar nach Völklingen.

Das Weltkulturerbe „Völklinger Hütte“ mit seiner langen Geschichte und der Beschreibung der Technik der Eisenverhüttung und der Arbeitsbedingungen beeindruckte alle. Die ersten 10 km des Rückweges mit Rückenwind auf dem gut rollenden Saarradweg verführte jedoch nur eine kleine Gruppe von 3 Radlerinnen und 4 Radlern um unseren Führer Dieter und den nimmermüden Kurt die gesamte Strecke von über 100 km bis Bexbach zu fahren.

Im Hinblick auf die geplanten 80 km, die am nächsten Tag anstanden, stieg der Rest auf die Bahn um. Ein lauer Abend versammelte wieder alle im Biergarten.

In der Nacht wurden wir von schweren Gewittern und Wolkenbrüchen geweckt, die bis nach 9 Uhr anhielten. An eine Radtour durch den Wald war nicht zu denken, zumal wir um die Mittagszeit zur Stadtführung in der Landeshauptstadt Saarbrücken angemeldet waren.

So fuhren wir mit dem Zug und gingen vom Bahnhof durch die gesichtslose Nachkriegsarchitektur zum Rathaus. Die interessante und lebhafte Stadtführung über die wechselhafte Geschichte des Saargebietes, die versteckten Gassen, Kirchen und Prachtbauten die wir nun sehen bekamen, versöhnten uns mit Saarbrücken und es wurde bei inzwischen heißem Wetter ein ruhiger, fahrradloser Tag.

Trotzdem wurde wie immer am Tour-Samstag bei Abendessen lang und kräftig gefeiert und die Wetterprognosen ließen auf eine schöne Abschlusstour am Sonntag hoffen. So war es dann auch. Durch eine wunderschöne Wald- und Seenlandschaft fuhren wir nach Homburg und besichtigten die Schlossberghöhle, ein mittelalterliches Bergwerk mit bizarren Sandsteinformationen.

Nach der Mittagspause mit saarländischen Speisen und einem Kellner mit großem Unterhaltungswert, verabschiedeten wir uns von der Saar und fuhren mit dem Bus Richtung Rhein.

Durch die ausgefallene Samstagstour kamen wir in diesem Jahr nur auf rund 200 km, die aber durch Hitze und Hügel für manche weniger trainierte TeilnehmerInnen auch durchaus reichten. Zur Überraschung aller, luden die beiden unermüdlichen Organisatoren der Tour, die Radler noch zu einer Gartenparty ins Seefeld ein.

Vielen Dank an Sylvia und Dieter Bühler, die mit großem Engagement die Planungen und Vorbereitungen machten und auch während dieser Tage trotz Wetterkapriolen alles super im Griff hatten.